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Hofmann's Dinner

das Versprechen


Manche Dinner entstehen spontan – andere beginnen mit einem Versprechen. Dieses Dinner gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie.


Die Vorgeschichte

Stefan habe ich im vergangenen Jahr in einem Kochclub kennengelernt. Schnell stellte sich heraus, dass wir beide eine große Leidenschaft für gutes Essen, hochwertige Zutaten und handwerkliches Kochen teilen.

Vor einigen Monaten haben wir uns dann gemeinsam an Cappelletti gewagt. Ein Abend, der vor allem durch viel Geduld, Mehl auf der Arbeitsfläche und sorgfältiges Formen der kleinen gefüllten Pasta geprägt war. Schon damals habe ich Stefan versprochen: Die gemeinsam gemachten Cappelletti werden wir irgendwann bei einem Dinner essen.

Am 07. März 2026 war es dann so weit. Stefan kam gemeinsam mit seiner Frau Heike, die ich an diesem Abend zum ersten Mal kennenlernen durfte.


Das Menü


Der Gruß aus der Küche:

Der Abend begann mit einem kleinen, aromatischen Happen. Ein Gemüsetatar bildete die Grundlage, ergänzt durch die würzige, salzige Note der Sardelle. Die Kaper brachte eine frische, leicht pikante Komponente ins Spiel. Dazu ein Azzurino Spritz, der mit seiner frischen und leicht herben Art perfekt als Aperitif funktionierte und den Gaumen auf den Abend vorbereitete.




Der erste Gang:

Dieser präsentierte ein fein geschnittenes Rindertatar, das mit Sardellen eine kräftige Umami-Komponente und durch Chilipulver eine gute Schärfe erhielt. Ein halbiertes Wachtelei sorgte für Cremigkeit, während das knusprige Korall-chip Struktur ins Gericht brachte. Ergänzt durch Rote-Beete-Kaviar und geriebenem gebezitem Ei war es auch für das Auge ein Gedicht.

Der dazu gereichte Blauburgunder Villa Schmid von der Kellerei Schmid Oberrautner aus Südtirol passte hervorragend: elegant, mit feiner Frucht und genügend Struktur, um mit der Würze des Tatars mitzuhalten.


Der zweite Gang:

Der emotional wohl wichtigste Gang des Abends: die Garnelen-Jakobsmuschel Cappelletti, die Stefan und ich einige Wochen zuvor gemeinsam hergestellt hatten. Die zweifarbige Pasta wurde mit einer feinen Füllung aus Garnele und Jakobsmuschel serviert und in einer aromatischen Krustentier-Bisque angerichtet.

Die Gurke brachte Frische und Säure ins Gericht und balancierte die intensiven Meeresaromen aus.

Der Cuvée Lenz vom Weingut Ritterhof ergänzte das Gericht mit seiner lebendigen Frische und feinen Mineralität perfekt.



Der dritte Gang:

Der Hauptgang setzte auf eine elegante Kombination aus Fisch und klassischer französischer Küche. Der Wolfsbarsch wurde auf der Haut gebraten, sodass er außen knusprig und innen saftig blieb.

Darunter ein lockerer Couscous, der als Basis für das Gericht diente. Abgerundet wurde alles durch eine samtige Beurre blanc, deren feine Säure wunderbar mit dem Fisch harmonierte.

Der Pinot Bianco Quintessenz von der Kellerei Kaltern erwies sich hier als idealer Begleiter: komplex, elegant und mit genügend Struktur, um mit der cremigen Sauce mitzuhalten.




Der Abschluss:

Den Abschluss bildete ein Dessert mit mehreren Komponenten. Ein warmes Pistazientörtchen mit flüssigem Kern brachte intensive Nussaromen auf den Teller. Dazu ein luftiger Baiser, eine cremige Komponente sowie frische Beeren, die eine angenehme Säure und Frische ins Spiel brachten.

Ein gelungener Abschluss für ein Menü, das von der Vorspeise bis zum Dessert durchdacht komponiert war.



Fazit: ein gelungener Abend mit neuem Bekanntschaften

Solche Abende zeigen immer wieder, warum gemeinsames Kochen und Essen so viel Freude macht. Aus einer Begegnung im Kochclub wurde zunächst ein gemeinsamer Pasta-Abend und schließlich ein Dinner, bei dem genau diese Pasta ihren großen Auftritt hatte.

Neben den einzelnen Gängen waren es vor allem die Gespräche und die entspannte Atmosphäre, die diesen Abend besonders gemacht haben.

Vielen Dank an Stefan und Heike für den schönen Abend und die netten Geschenke – ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, wieder gemeinsam zu kochen oder zu genießen.



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